An diesem Tag

Algis Budrys

US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller

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Algirdas Jonas Budrys (geboren am 9. Januar 1931 in Königsberg, Ostpreußen; gestorben am 9. Juni 2008 in Evanston, Illinois) war ein US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller, der unter anderem als Algis Budrys, der Kurzform seines Namens, seine Werke veröffentlichte.

Algirdas „Algis“ Budrys wurde 1931 in Königsberg als litauischer Staatsbürger unter dem Namen Algirdas Jonas Budrys geboren. Sein Vater war der dortige Konsul der litauischen Regierung, später Mitglied der litauischen Exilregierung (Budrys war ursprünglich der Deckname – litauisch für Wachtposten). 1936 wanderte die Familie in die USA aus und nahm dort den Decknamen offiziell an.

Budrys erhielt seine Ausbildung in den Jahren 1947 bis 1951 an der University of Miami und später an der Columbia University in New York. Während und nach dem Studium arbeitete er zunächst für die American Express Company, ab 1952 als Lektor und Manager bei einigen Science-Fiction-Verlagen, fing aber auch an zu schreiben. Er startete bei Gnome Press, die als einer der ersten Verlage Science-Fiction im Hardcover veröffentlichten. Danach arbeitete er in den 1950er Jahren für Galaxy, Venture, The Magazine of Fantasy and Science Fiction und Ellery Queen’s Mystery Magazine. In den 1960ern kamen Jobs für Regency Books, Playboy Press und Autozeitschriften hinzu. Er war 1993 bis 2000 Verleger des Tomorrow Speculative Fiction Magazins, das nach 24 gedruckten Ausgaben online weiterexistierte.

Budrys war der Autor von neun Romanen, fünf Kurzgeschichten-Sammlungen, über 200 Kurzgeschichten und hunderter von Rezensionen, die auch in mehreren Bänden gesammelt erschienen. Seine Romane wurden für den Hugo und den Nebula Award nominiert. Who?, ein klassischer Science-Fiction-Roman, wurde 1973 als Vorlage für den Kinofilm Der Mann aus Metall verwendet, mit Elliott Gould und Trevor Howard als Hauptdarstellern (Regie: Jack Gold). Budrys unterrichtete auch an der Columbia University in Chicago, der Harvard University und anderen.

Algis Budrys war verheiratet, wurde Vater von vier Söhnen und lebte in Evanston, Illinois. Er starb 2008 an den Folgen von Hautkrebs und wurde auf dem Maryhill Catholic Cemetery in Niles bestattet.

Budrys veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Frank Mason, Paul Janvier, William Scarff, Robert Marner, David C. Hodgkins sowie Alger Rome (bei der Zusammenarbeit mit Jerome Bixby) und John A. Sentry (siehe oben: 'Sentry' bedeutet 'Wachtposten').

1986 Locus Award für Benchmarks: Galaxy Bookshelf in der Kategorie „Non-Fiction/Reference“

2001 Writers and Illustrators of the Future für das Lebenswerk

2007 First Fandom Hall of Fame Award

Nobody Bothers Gus (in: Astounding Science Fiction, November 1955)

Deutsch: Niemand schert sich um Gus. Übersetzt von Irene Bonhorst. In: James E. Gunn (Hrsg.): Von Matheson bis Shaw. Heyne (Bibliothek der Science Fiction Literatur #97), 1992, ISBN 3-453-05417-2.

And Then She Found Him … (in: Venture Science Fiction Magazine, July 1957)

Deutsch: Geschenke für Viola. Übersetzt von Tony Westermayr. In: Algis Budrys: Die sanfte Invasion. Goldmanns Weltraum Taschenbücher #55, 1965.

Lost Love (in: Science Fiction Stories, January 1957)

Michael Wireman (Kurzgeschichten)

Hot Potato (in: Astounding Science Fiction, July 1957)

Falling Torch (in: Venture Science Fiction Magazine, January 1958)

The Falling Torch (1959, Roman; auch: Falling Torch, 1991)

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