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Alfred Ackermann-Teubner

Deutscher Verleger

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Alfred Gustav Benedictus Ackermann-Teubner (* 31. Januar 1857 in Leipzig; † 18. Februar 1941 ebenda) war ein deutscher Verleger, Buchhändler und Inhaber der Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei B. G. Teubner in Leipzig.

Alfred Ackermann war ein Sohn des Verlegers Albin Ackermann und dessen Ehefrau Anna Ackermann geb. Teubner. Er nannte seinen Namen in der Regel ohne den Zusatz -Teubner, den sein Vater seit 1852 auf Wunsch seines Schwiegervaters zeitweilig geführt hatte. Er absolvierte 1875 die Petrischule Leipzig und studierte von 1876 bis 1878 an der Universität Leipzig Physik, Nationalökonomie und Kunstgeschichte, neben einer beruflichen Ausbildung im Verlagshaus B. G. Teubner, die er dann bei Ballantyne, Hanson & Co. in London und Haar & Steinert in Paris fortsetzte.

1882 trat er als Mitinhaber in das Verlagshaus B. G. Teubner in Leipzig ein. Dort widmete er sich zunächst der Druckerei und ging später zum Verlag über, wo er sich besonders der Mathematik, den technischen und den Naturwissenschaften zuwandte. Am 9. Juni 1885 heiratete er Maria (Marie) Mathilde de Liagre (1865–1950), eine Tochter des 1907 nobilitierten Kommerzienrats und Geheimen Kämmerer des Papstes Albert Heinrich de Liagre (1833–1908) und der Maria Anna Samson (1840–1912).

Von 1903 bis 1919 war er Schatzmeister der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Er war von 1902 bis 1941 Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. Er war darüber hinaus Mitglied der Kaufleute-Vereinigung Vertraute Gesellschaft. Am 30. April 1922 richtete er auf seinem Rittergut Gundorf den Frühjahrskonvent der Gesellschaft aus.

Seit dem Tod seines Vaters 1903 war er Eigentümer des Ritterguts Gundorf bei Leipzig. Die Initialen „AA“ schmücken heute noch das schmiedeeiserne Tor an der Leipziger Straße und die großen Flügeltüren am Haupteingang des Schlosses.

1912 stiftete er bei der Universität Leipzig den nach ihm benannten Alfred Ackermann-Teubner-Gedächtnispreis zur Förderung der Mathematischen Wissenschaften.

Er bekleidete in früheren Jahren verschiedene Ehrenämter. Anlässlich des 450-jährigen Jubiläums der Greifswalder Universität im Jahr 1906 verlieh ihm die dortige philosophische Fakultät für Verdienste, die er sich als Verlagsbuchhändler um die mathematischen Wissenschaften erworben hat, die Ehrendoktorwürde (als Dr. phil. h. c.).

Ackermann erwarb 1938/1939 das Rittergut Gebersdorf (Dahme/Mark), das zuvor im Besitz eines Herrn Müller aus Plauen gewesen war. Nach seinem Tod im Februar 1941 ging die Verwaltung des Gutes auf seinen Sohn Erich Ackermann über.

Ab 1916 zog er sich aus dem Geschäft zurück. Seine Urne wurde im Ackermannschen Erbbegräbnis in der VII. Abteilung des Neuen Johannisfriedhofs beigesetzt und nach dessen Schließung auf den Südfriedhof (II. Abt., Erbbegräbnis 1) überführt. Der Verlagsbuchhändler Erich Ackermann war sein Sohn.

Die kunsthistorisch bedeutende Privatsammlung der Familie Ackermann-Teubner ging in den Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit weitgehend verloren oder wurde zerstreut. Seit August 2026 sind bedeutende Objekte der Sammlung offiziell in der Lost Art-Datenbank als kriegsbedingter Verlust registriert. Dazu gehört auch ein im Januar 1913 von Hermann Hanatschek in Wien angefertigtes Ölgemälde (Bildnis des Verlegers Dr. Alfred Ackermann-Teubner mit Pelzmantel und Ordensdekoration), das sich im Besitz seines Sohnes Erich auf dem Rittergut Gebersdorf befand und im Zuge von Plünderungen im Frühjahr/Sommer 1945 verloren ging (Lost-Art-ID: 637762).

Mitgliedschaft in Gelehrtenvereinigungen

Päpstliche Akademie der Wissenschaft in Rom

Königlich Italienische Akademie der Wissenschaft in Rom

Mathematische Akademie in Boston USA (sowie 2 kleinere Akademien dortselbst)

Akademie für allgemeine Wissenschaften und angewandte Mathematik in Cambridge (Ehrendoktor dortselbst)

Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm

Japanische Mathematische Gesellschaft in Tokio

Mitglied der Kaiser Wilhelm Gesellschaft

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