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Alexander Spoerl

Deutscher Schriftsteller, Film- und Rundfunkautor

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Alexander Johann Heinrich Spoerl (* 3. Januar 1917 in Düsseldorf; † 16. Oktober 1978 in Rottach-Egern) war ein deutscher Schriftsteller, Film- und Rundfunkautor.

Alexander Spoerl war Sohn des 1933 durch humorvolle Unterhaltungsromane wie Die Feuerzangenbowle bekannten Schriftstellers Heinrich Spoerl und seiner Ehefrau Gertrud. Nach der Schulzeit (Oberrealschule am Fürstenwall in Düsseldorf-Bilk, heutiges Geschwister-Scholl-Gymnasium, das sich jedoch nicht mehr am Fürstenwall befindet) studierte er zunächst Maschinenbau an der Technischen Hochschule Charlottenburg.

Zwischen 1939 und 1949 arbeitete er als Dolmetscher, Ingenieur, Filmproduktionsassistent und Mietwagenchauffeur. Er unterstützte 1942 Libertas Schulze-Boysen als deren Mitarbeiter in der Kulturfilmzentrale des Reichspropagandaministeriums bei einer Fotosammlung zu den Gewalttaten an der Ostfront für die Widerstandsgruppe Rote Kapelle. 1949 wandte er sich der Schriftstellerei zu.

1948 heiratete er Margot Klinzmann aus Berlin, mit der er zwei Kinder bekam: Anna-Katharina Gertrud, geb. 1949, und Florian Alexander, geb. 1951. Nach der Scheidung heiratete er 1954 die Düsseldorfer Fotografin Ingeborg Wollenzien.

Spoerl starb am 16. Oktober 1978 an einem Herzinfarkt in Rottach-Egern am Tegernsee (Oberbayern) und wurde dort auf dem neuen katholischen Friedhof im Grab seiner Eltern beigesetzt.

Spoerls bekannteste Werke entstanden in den 1950er Jahren. In seinem charakteristischen Stil – eine Mischung aus Humor und Ironie, gemischt mit melancholischen Untertönen – nahm er die Schwächen seiner Zeitgenossen sowohl in der Gegenwart als auch während des Nationalsozialismus, Behörden, Beamte und Justiz immer wieder aufs Korn.

Er publizierte neben Romanen wie Memoiren eines mittelmäßigen Schülers (Erstveröffentlichung 1950; in Reminiszenz an Libertas Schulze-Boysen, eine Vertraute der Roten Kapelle, die er in der Zeit des Nationalsozialismus bis zu ihrer Hinrichtung 1942 kannte) und Bürgersteig, vor allem Fachbücher (u. a. Mit dem Auto auf Du, Das große Hundebuch) und schrieb als Autotester für die Zeitschrift Stern. Sein letztes Werk Die braunen Dreißiger konnte er nicht mehr vollenden, es wurde postum 1988 veröffentlicht.

Der eiserne Besen. Von Vater und Sohn Spoerl. 1949 (gemeinsam mit Heinrich Spoerl)

Memoiren eines mittelmäßigen Schülers. R. Piper & Co, München 1950 (populärstes Werk; Neuausgabe 1995).

Ich habe nichts damit zu tun (späterer Titel: Der Mann, der keinen Mord beging. Eine fast ernste Kriminalgeschichte. R. Piper & Co., München), 1951

Ein unbegabter Liebhaber. 1952

Bürgersteig – Aufsässiger Roman. 1954

Gentlemen in Unterhosen – Lehrbuch für den Herrn im Hause. 1955 (späterer Titel: Gentlemen können es selbst)

Mit Motorrad und Roller auf du. 1955

Auf dem Busen der Natur – Ein heiteres Buch für Leute innerhalb und außerhalb des Zelts. 1956

Umgang mit einer Göttin. (Eine Werbebroschüre für Citroën) 1958

Teste selbst – Für Menschen, die ein Auto kaufen. 1959

So ist der Alltag ein Scherz. 1960

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