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Alexander Pschera

Deutscher Musikwissenschaftler

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Alexander Pschera (* 27. April 1964 in Heidelberg) ist ein deutscher Autor, Publizist und Übersetzer.

Pschera besuchte das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Hockenheim und studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, unter anderem bei dem Germanisten Hans-Jürgen Schings und dem Musikhistoriker Ludwig Finscher. Sein Studium und seine Promotion wurden von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. 1992 promovierte er bei Peter Michelsen mit der Dissertation Das Zeitalter der Idylle und die Ära der Kunst. Ästhetisches Ich und erlebter Raum in Mörikes Epik.

Pschera verfasste zunächst Arbeiten zur zeitgenössischen Musik für Tageszeitungen, Zeitschriften und für den Hörfunk, darunter die einjährige Sendereihe Neue Musik in historischen Aufnahmen für den Deutschlandfunk. Er trat dann als Autor, Herausgeber und Publizist zu Themen der Medientheorie und Medienphilosophie sowie zur Phänomenologie des Internets hervor. Seine Essays erscheinen seit 2008 im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Er schreibt außerdem regelmäßig für den SWR und für Deutschlandradio Kultur. Bis 2014 schrieb er für das Monatsmagazin Cicero.

Darüber hinaus veröffentlichte Pschera Arbeiten über den Renouveau catholique und zu Ernst Jüngers Werk. Er übersetzte Léon Bloy und legte zu diesem Autor die erste deutsche Monographie vor, die er 2006 in der Edition Antaios des neurechten „Instituts für Staatspolitik“ veröffentlichte. In der rechtskatholischen Wochenzeitung Die Tagespost und im Vatican Magazin veröffentlicht Pschera regelmäßig Texte zur katholischen Kultur, Literatur und Mystik. In den 2000er Jahren schrieb er auch für die rechtskonservative Wochenzeitung Junge Freiheit, z. B. rezensierte er im Oktober 2007 die Ernst-Jünger-Biografie von Heimo Schwilk für das Blatt. Er war auch Autor des Magazins FUGE – Journal für Religion und Moderne.

Von 2016 bis 2024 saß Pschera der Ernst- und Friedrich Georg Jünger-Gesellschaft als Erster Vorsitzender vor. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs Jünger-Debatte, das seit Herbst 2017 jährlich im Verlag Vittorio Klostermann erscheint. Regelmäßig moderiert er den von ihm initiierten Digitalen Salon für die Katholische Akademie in Bayern.

Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Münchner PR-Agentur Maisberger.

Sie werden nichts hören. Sie werden alles hören: Ein Rückblick auf John Cage. In: Jazzthetik. Band 6, Nr. 11, 1992, S. 14–16.

Léon Bloy. Pilger des Absoluten (= Reihe Perspektiven. Band 8). Edition Antaios, Schnellroda 2006, ISBN 3-935063-08-3.

Der gesteinigte Text. Stephanus. Bloy. Céline. In: Martin Knechtges, Jörg Schenuit (Hrsg.): Zeichen ferner Freiheit (= FUGE. Journal für Religion und Moderne. Band 6). Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76983-1, S. 53–66.

800 Millionen. Apologie der sozialen Medien. Matthes & Seitz, Berlin 2011, ISBN 978-3-88221-578-6.

Entweltlichte Kommunikation. Adamas Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-937626-60-4.

Dataismus. Kritik der anonymen Moral. E-Book. Matthes & Seitz, Berlin 2013, ISBN 978-3-88221-178-8.

Vom Schweben. Romantik im Digitalen. Matthes & Seitz, Berlin 2013, ISBN 978-3-88221-170-2.

Der Radikalismus des Wartezimmers. Über die selbstverschuldete Trägheit der liberalen Kirchenkritik und die staubtrockene Wut in Charles Taylors Klerikalismus-Essay. In: FUGE. Journal für Religion und Moderne. Band 12/13, 2013, S. 105–113, doi:10.30965/9783657778737_009.

Die ersten und die letzten Dinge. Ernst Jünger und Léon Bloy. In: Günter Figal, Georg Knapp (Hrsg.): Krieg und Frieden (= Jünger-Studien. Band 6). Attempto, Tübingen 2013, ISBN 978-3-89308-430-2, S. 87–113.

Das Internet der Tiere. Der neue Dialog zwischen Mensch und Natur. Matthes & Seitz, Berlin 2014, ISBN 978-3-95757-014-7.

Sheherazade träumt vom Mindestlohn. E-Book. Matthes & Seitz, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-189-2.

Vergessene Gesten. 125 Volten gegen den Zeitgeist. dvb – Das vergessene Buch, Wien 2018, ISBN 978-3-903244-00-9 (2., durchgesehene und erweiterte Auflage, als: Vergessene Gesten. 130 Volten gegen den Zeitgeist. ebenda 2019, ISBN 978-3-903244-01-6).

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