An diesem Tag

Alexander Meyer (Fußballspieler, 1991)

Deutscher Fußballtorwart

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Alexander Niklas Meyer-Schade (geb. Meyer; * 13. April 1991 in Bad Oldesloe) ist ein deutscher Fußballtorwart, der bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht.

Ausbildung in Bad Oldesloe und beim HSV

Meyer begann seine Vereinslaufbahn 1995 beim VfL Oldesloe, einem von damals zwei Fußballvereinen in seiner Geburtsstadt. Zur Saison 2005/06 wechselte er in die C-Jugend des Hamburger SV, bereits damals der Lieblingsverein des Jungen. Im Frühjahr 2009 durfte Meyer mit der ersten Herrenmannschaft ins Wintertrainingslager nach Dubai fliegen. Mit seinen Mannschaftskameraden der A-Junioren blieb er ab dem 2. Spieltag für 14 Partien ungeschlagen und spielte mit ihnen um die Meisterschaft der A-Junioren-Bundesliga-Staffel Nord/Nordwest mit. In dieser Saison absolvierte Meyer unter dem Ex-HSV-Profi Rodolfo Cardoso und dessen Nachfolger Soner Uysal 12 Liga- sowie ein Pokalspiel im Wechsel mit Marcel Hölscher. Im Sommer 2009 rückte Meyer in den Kader der zweiten Herrenmannschaft, die in der Regionalliga antrat, auf. Er hatte in seinem ersten Jahr aufgrund seiner ersten schweren Schulterverletzung das Nachsehen gegenüber dem zwei Jahre älteren Tom Mickel und debütierte erst im November 2010. Gegen den Tabellenführer Chemnitzer FC musste er dabei sechs Gegentreffer hinnehmen. Es folgten für den jungen Torhüter, der von Richard Golz, welcher über 300 Spiele für den HSV absolviert hatte, ausgebildet wurde, weitere Viertligaspiele und er war am Saisonende auf Platz 5 mit der Mannschaft. Cardoso, der bereits seit Anfang 2010 für die Hamburger U23 verantwortlich war, setzte in der Spielzeit 2011/12, Meyers letzter in Hamburg, nur zweimal auf diesen und berücksichtigte ansonsten Mickel sowie den ein Jahr jüngeren Tino Dehmelt. Gemeinsam landeten sie mit dem HSV II im Tabellenmittelfeld. Rückblickend nannte Meyer seine Verletzung im Sommer 2009 einen Wendepunkt und vermutete, er hätte andernfalls einen Profivertrag beim damaligen Europapokalteilnehmer HSV erhalten.

Meyer wechselte zum Ligakonkurrenten und Vorjahresfünften TSV Havelse. Für diesen kam er als neuer Stammkeeper von Saisonbeginn an zum Einsatz, nachdem er Markus Straten-Wolf hatte verdrängen können und Fabian Lucassen den Verein verließ. Zwischen dem 6. und dem 13. Spieltag blieb der Keeper mit seiner Mannschaft ungeschlagen und in vier Spielen konnte er die Null halten. Ab Mitte November 2012 war die Spielzeit für Meyer beendet, nachdem sich dieser eine weitere schwere Schulterverletzung – diesmal war es die andere Schulter – zugezogen hatte. Zuvor war er mit seiner Mannschaft, die am Saisonende nur vier Zähler weniger hatte als der Meister und Aufsteiger Holstein Kiel, in der 2. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden, nachdem man in der 1. Runde den Bundesligisten 1. FC Nürnberg in der Verlängerung aus dem Wettbewerb geworfen hatte; Meyer stand in beiden Spielen zwischen den Pfosten. Nach seiner Genesung konnte der Torwart im Sommer 2013 nur je ein Verbandspokal- und Ligaspiel absolvieren, ehe ihn ein Knorpelschaden im Knie erneut außer Gefecht setzte. Die Rehapausen nutzte der Bad Oldesloer, um einen „Plan B“ zu haben, zur Erlangung seines Abiturs und für eine Torwarttrainerausbildung. Zur Rückrunde kehrte Meyer ins Tor zurück und verlor mit Havelse von den 14 Spielen, in denen er aktiv war, nur zwei. Die Spielzeit 2014/15 verbrachte Meyer verletzungsfrei, kassierte im Durchschnitt ein Gegentor pro Partie und spielte in 36 von 37 Pflichtspielen für den TSV Havelse; im letzten Spiel machte er Platz für seinen neuen Torwartkollegen Alexander Dlugaiczyk. In seiner letzten Saison für die Niedersachsen wurde der Schleswig-Holsteiner wieder schwächer und musste in 27 Spielen 40 Gegentreffer hinnehmen.

Zur Saison 2016/17 wechselte Meyer in die Regionalliga Nordost zu Energie Cottbus, wo er deutlich professionellere Bedingungen vorfand. Den Drittligaabsteiger hatten zuvor die Keeper René Renno und Daniel Lück verlassen. Beim FC Energie wurde Meyer, der in 23 Spielen fünfzehnmal ohne Gegentor blieb, Stammtorwart, ehe er sich im November 2016 einen Innenbandriss zuzog und fortan außer am 32. und 33. Spieltag vom aus der vereinseigenen A-Jugend aufgerückten Avdo Spahić vertreten wurde. Mit den zweitwenigsten Gegentoren wurden Meyer und Spahić mit Cottbus Zweiter hinter Meister und Aufsteiger Carl Zeiss Jena. Sie gewannen nach einem Erfolg über den FSV Luckenwalde im Endspiel den brandenburgischen Landespokal.

Nach weiteren fünf Ligaspielen in der Spielzeit 2017/18, die Meyer alle mit Energie Cottbus gewann und in denen er nur einen Gegentreffer hatte hinnehmen müssen, wechselte er im August 2017 als Nachfolger von Mitchell Langerak zum Bundesligisten VfB Stuttgart, bei dem er einen bis Juni 2019 gültigen Vertrag erhielt. Zuvor war er den Schwaben im Rahmen des Erstrundenpokalspiels (sein bis dahin „schönstes Fußballerlebnis“) aufgefallen, er beim Elfmeterschießen nach starken Paraden im regulären Spiel auch gegen dessen letzten Schützen Berkay Özcan hielt. Der VfB entschied das Duell knapp für sich. In seiner ersten Saison bei Stuttgart kam Meyer hinter Stammtorwart Ron-Robert Zieler und dessen ein Jahr zuvor verpflichteten Stellvertreter Jens Grahl zu keinem Einsatz für die Profis und fiel infolge eines Muskelfaserrisses im Herbst für zwei Monate aus. Allerdings absolvierte Meyer vier Spiele für die Regionalligamannschaft anstelle von Florian Kastenmeier. Im Juli 2018 verletzte sich der Torwart im Training am Kreuzband. Daraufhin verpasste er einen Großteil der Saison 2018/19 und stand kein einziges Mal im Kader des VfB. Ohne sein Zutun stieg seine Mannschaft im Frühjahr 2019 nach der nicht erfolgreichen Relegation gegen Union Berlin in die 2. Bundesliga ab. Rückblickend sagte Meyer über seine Zeit in Stuttgart, dass er sehr viel vom zwei Jahre älteren Nationaltorwart Zieler lernen und sich mit ihm hatte austauschen können.

Durchbruch bei Jahn Regensburg

Nach seinem Vertragsende in Stuttgart wechselte Meyer im Sommer 2019 zum Zweitligisten SSV Jahn Regensburg, bei dem er einen bis Juni 2021 laufenden Vertrag unterschrieb. Später sagte Meyer in Bezug auf seinen Wechsel in die Oberpfalz: „Das kam Ende April, Anfang Mai zustande, als klar war, dass Philipp Pentke den Verein (in Richtung des Bundesligisten 1899 Hoffenheim) verlassen wird. Die Verantwortlichen hatten verschiedene Torhüter auf der Liste und ich war einer davon. Dann fanden Gespräche statt – mit Christian Keller, dem damaligen Trainer Achim Beierlorzer und Torwart-Trainer Kristian Barbuscak. Ich war sehr beeindruckt von der klaren Philosophie, von den Werten, die Jahn Regensburg vermittelt und hatte von Beginn an ein super Gefühl. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, habe ich auch einen sehr guten Eindruck gemacht. Die Chemie hat einfach gleich gepasst und so haben wir auch schnell zusammengefunden.“ Meyer trat in Konkurrenz mit den beiden vorherigen Ersatztorhütern Alexander Weidinger und André Weis; Letzterer wechselte im Winter zum Drittligisten Viktoria Köln. Meyer ging unter dem vom Assistenten zum Trainer beförderten Mersad Selimbegović als Sieger hervor und absolvierte 32 Saisonspiele; die letzten drei verpasste er infolge eines gegen Heidenheim zugezogenen Innenbandanrisses im Knie. In seiner ersten vollen Saison im Bundesligaunterhaus kassierte der Torwart 49 Gegentore, nur drei konkurrierende Mannschaften hatten am Saisonende noch mehr hinnehmen müssen. Beim 1:1 auswärts in Nürnberg wurde Meyer hingegen zum „Helden“ der Partie, als er in der vierten Minute der Nachspielzeit beim Stand von 0:1 im gegnerischen Strafraum einen Eckball per Kopf verlängerte und so Jan-Marc Schneiders Ausgleichstor ermöglichte. In der Rangliste des deutschen Fußballs des Kicker landete der Zweitligadebütant in der Hinserie gemeinsam mit fünf teilweise zweitligaerfahreneren Kollegen (darunter Sascha Burchert oder Manuel Riemann) im „Blickfeld“.

Auch in der Spielzeit 2020/21 blieb der Norddeutsche die klare Nummer 1 und behauptete sich so weiter gegen Weidinger sowie Kevin Kunz, der Anfang 2020 verpflichtet worden war. Neben Burchert oder auch Marcel Schuhen erfolgte im Sommer 2021 erneut die Einstufung in die zweitbeste Kategorie der Zweitligarangliste, welche mittlerweile in „Auffällig“ umbenannt worden war. Einen großen Anteil daran hatten Meyers Leistungen im DFB-Pokal, in dem er mit Regensburg bis ins Viertelfinale vorstieß und ab der 1. Runde dreimal in Folge bis ins Elfmeterschießen musste. Im parallel zur Rückrunde ausgetragenen Achtelfinale schalteten der Torhüter, der entscheidend gegen Jorge Meré hielt und bereits im regulären Spiel einen Strafstoß von Emmanuel Dennis abgewehrt hatte, und seine Mannschaft den Erstligisten 1. FC Köln aus. In der 2. Bundesliga verlor der Jahn hingegen zwischen dem 29. und dem letzten Spieltag viermal und hatte am Ende fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang.

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