An diesem Tag

Alex Salmond

Britischer Politiker, von 2007–2014 Erster Minister Schottlands (1954–2024)

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Alexander Elliot Anderson „Alex“ Salmond (* 31. Dezember 1954 in Linlithgow, West Lothian, Schottland, Vereinigtes Königreich; † 12. Oktober 2024 in Ohrid, Nordmazedonien) war ein schottischer Politiker (von 1973 bis 2018 SNP, ab 2021 Alba Party). Von 2007 bis 2014 war er Erster Minister (Ministerpräsident) seines Heimatlandesteils. Nachdem im September 2014 beim Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands 55 % der Wähler gegen die Unabhängigkeit gestimmt hatten, trat er von diesem Amt und als Vorsitzender der SNP zurück. Am 29. August 2018 erklärte er auch wegen eines gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens – er wurde 2020 in allen 13 Anklagepunkten mangels Beweisen freigesprochen – seinen Austritt aus der SNP.

Privatleben und beruflicher Werdegang

Salmond wuchs als zweites von vier Kindern in einer Beamtenfamilie mit breitem politischem Spektrum auf. Nach Schulbildung in der lokalen Akademie Linlithgow studierte er Volkswirtschaftslehre und Geschichtswissenschaft an der Universität Saint Andrews.

1978 trat er als Ökonom in der Abteilung für Landwirtschaft und Fischerei des Scottish Office in den Wirtschaftsdienst der britischen Regierung ein. Zwei Jahre später wechselte er zur Royal Bank of Scotland, wo er sieben Jahre lang ebenfalls als Ökonom tätig war.

1981 heiratete er Moira McGlashan, seine ehemalige Vorgesetzte beim Scottish Office. Salmond war damals 26, seine Frau 43 Jahre alt. Das Paar hatte keine Kinder und schirmte sein Privatleben vollständig von der Öffentlichkeit ab. Es lebte in einer umgebauten Mühle in Strichen in der Grafschaft Aberdeenshire.

Salmond war Gastprofessor an der Universität Strathclyde. Er starb am 12. Oktober 2024 nach einer Rede, die er in Nordmazedonien gehalten hatte, im Alter von 69 Jahren.

Salmond wurde politisch aktiv, als er 1971 der Federation of Student Nationalists an der Universität Saint Andrews beitrat.

Der Scottish National Party (SNP) trat er 1973 bei, angeblich nachdem er im Streit mit seiner damaligen Freundin von ihr dazu aufgefordert worden war.

Er begann seine politische Tätigkeit als überzeugter Anhänger des linken Flügels der Scottish National Party (SNP) und war ein leitendes Mitglied der Group 79, einer sozialistisch-republikanischen Organisation innerhalb der Partei. Zusammen mit den anderen führenden Köpfen der Gruppe wurde er 1982 aus der Partei ausgeschlossen, nachdem sie die Gruppierung nach Auflösung durch die Parteiführung außerparteilich weitergeführt hatten. Einen Monat später wurde Salmond jedoch wieder aufgenommen.

1985 wurde Salmond zum stellvertretenden Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit der SNP gewählt. Zwischen 1987 und 2010 war er nach Ablösung des konservativen Amtsinhabers Abgeordneter des Wahlkreises Banff and Buchan im britischen Unterhaus.

1987 wurde er stellvertretender Vorsitzender seiner Partei.

Erste Amtszeit als Parteivorsitzender

1990 wurde er zum Vorsitzenden der SNP gewählt. Hierbei setzte er sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Kandidatin Margaret Ewing durch, die ebenfalls dem linken Flügel zugerechnet wurde. Die darauf folgende Parlamentswahl von 1992 ergab zwar deutliche Stimmenzuwächse, die sich aufgrund des Mehrheitswahlrechtes allerdings nicht in Sitzgewinnen widerspiegelten.

Obwohl er noch immer ein vollständig unabhängiges Schottland anstrebte, unterstützte Salmond zusammen mit den Vorsitzenden der schottischen Labour Party und der schottischen Liberal Democrats die letztendlich erfolgreiche Kampagne für die Einrichtung eines schottischen Regionalparlaments. So widersprach er den Stimmen vieler Hardliner in der eigenen Partei, die sich ausschließlich auf die vollständige Unabhängigkeit fixierten.

Wegen parteiinterner Kritik sowie Auseinandersetzungen mit führenden Parteimitgliedern trat er 2000 als Parteivorsitzender zurück und wurde durch John Swinney ersetzt. Salmond verließ das schottische Parlament und wurde Vorsitzender der Gruppierung der SNP im britischen Unterhaus. Dort trat er als entschiedener Gegner des Irakkrieges auf. Er war auch bereits 1999 einer der wenigen britischen Politiker gewesen, die sich gegen eine Bombardierung Serbiens durch die NATO aussprachen.

Zweite Amtszeit als Parteivorsitzender

Am 15. Juli 2004 kündigte Salmond entgegen vorherigen Verlautbarungen seine Kandidatur zum Parteivorsitz an. Er gewann die Wahl mit mehr als 75 Prozent der Stimmen.

Bei den Schottischen Parlamentswahlen 2007 errang Salmond den Wahlkreis Gordon, der seit 1999 von den Liberaldemokraten gehalten wurde. Die SNP ging mit einem Sitz Vorsprung vor Labour knapp als stärkste Partei aus der Wahl hervor.

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