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Aleko

Oper von Sergei Rachmaninow

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Aleko (TN ii/70, russisch: Алеко) ist die erste der vier Opern von Sergei Rachmaninow, die er noch am Moskauer Konservatorium verfasste. Das russische Libretto stammt von Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko. Es ist eine Bearbeitung des Poems Цыганы (Zygany – Die Zigeuner, 1825) von Alexander Puschkin. Die Premiere fand am 27. Apriljul. / 9. Mai 1893greg. im Bolschoi-Theater statt.

In einem Zigeunerlager in Russland feiern die Zigeuner ihre Freiheit (Nr. 2). Der Alte erzählt die Geschichte seiner nur ein Jahr währenden Jugendliebe zu Mariula (Nr. 3). Einst war seine Gruppe bei den Wassern von Kagul mit einer anderen Zigeunergruppe zusammengetroffen. Als diese in der dritten Nacht weiterzogen, war Mariula mit ihnen gegangen, hatte aber ihre kleine Tochter Semfira zurückgelassen. Seitdem hat der Alte für alle Mädchen nur noch Verachtung übrig. Aleko merkt an, dass er unter solchen Umständen nicht auf Rache verzichtet hätte.

Während die Zigeuner tanzen und singen (Nr. 5–7), zieht sich Semfira mit einem jungen Mann zurück. Obwohl Semfira die Eifersucht ihres Gatten Aleko fürchtet, verabreden sich die beiden für eine Liebesnacht (Nr. 8). Anschließend singt Semfira ihr Kind mit einem Wiegenlied, das von ihrer Liebe zu einem anderen Mann handelt, in den Schlaf (Nr. 9). Aleko lauscht beunruhigt.

Aleko, ein ehemaliger Stadtbewohner, erinnert sich, wie er für Semfira sein früheres Leben aufgegeben und sich den Zigeunern angeschlossen hatte (Nr. 10).

In einer Romanze (Nr. 12) vergleicht Semfiras neuer Liebhaber das unaufhaltsame Gleiten des Mondes mit dem Herzen eines Mädchens, dem niemand Liebe befehlen könne.

Kurz vor Morgengrauen drängt Semfira den jungen Zigeuner zur Eile, weil sie fürchtet, dass ihr Ehemann aufwachen könnte (Nr. 13). Doch er zögert, und Aleko ertappt die beiden. Er fleht Semfira vergeblich an, zu ihm zurückzukehren. Semfira und der junge Zigeuner machen sich über ihn lustig. Daraufhin ersticht Aleko den jungen Zigeuner. Weinend fleht Semfira ihren toten Geliebten um Vergebung an und verflucht Aleko. Der ersticht nun auch sie.

Durch den Lärm aufgeschreckt, kommen die anderen Zigeuner hinzu. Der alte Mann findet seine sterbende Tochter blutüberströmt am Boden liegen. Die anderen Zigeuner klagen. Eine alte Zigeunerin fordert dazu auf, in der Nähe des Flusses Gräber zu bereiten und die Augen der Verstorbenen zu küssen. Der alte Mann und die anderen Zigeuner erklären Aleko, dass sie keine Gesetze haben, niemanden foltern und niemanden töten –, aber sie werden nicht mit einem Mörder zusammenleben. Aleko bleibt nichts anderes übrig, als seine erneute Einsamkeit zu beklagen.

Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:

Holzbläser: zwei Flöten, zwei Oboen, Englischhorn, zwei Klarinetten, zwei Fagotte

Blechbläser: drei oder vier Hörner, zwei Trompeten, drei Posaunen, Tuba

Pauken, Schlagzeug: Große Trommel, Becken, Kleine Trommel, Tamburin, Triangel

Im Klavierauszug und der Partitur der Oper sind die folgenden Nummern angegeben:

Nr. 1. Introduktion / Интродукция (Introdukzija)

Nr. 3. Erzählung des Alten / Рассказ Старика (Rasskas Starika)

Nr. 4. Szene und Chor / Сцена и хор (Szena i chor)

Nr. 5. Tanz der Frauen / Пляска женщин (Pljaska schenschtschin)

Nr. 6. Tanz der Männer / Пляска мужчин (Pljaska muschtschin)

Nr. 8. Duettino / Дуэттино (Duettino)

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