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Albin Ackermann

Deutscher Verleger und Buchhändler

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Albin Ackermann, ab 1852 auch Albin Ackermann-Teubner, (* 14. Februar 1826 in Elsterberg; † 23. März 1903 in Leipzig) war ein deutscher Verleger und Buchhändler in Leipzig.

Ackermanns Vater war der königlich sächsische Appellationsrat Gustav Adolph Ackermann, sein älterer Bruder der Sächsische Landtagspräsident Karl Gustav Ackermann. Er trat 1850 in den Leipziger B. G. Teubner Verlag und übernahm zunächst die Geschäftsführung der Dresdner Filiale. Später wurde er Teilhaber. 1852 heiratete er Anna Teubner, eine Tochter von Benedictus Gotthelf Teubner, und nannte sich danach zeitweilig auch Ackermann-Teubner. Er kam nach dem Tod seines Schwiegervaters 1856 nach Leipzig zurück und übernahm mit seinem Schwager das Unternehmen. Er gehörte neben Eduard Brockhaus zu den führenden Persönlichkeiten des Leipziger Buchdruckgewerbes und wurde am 16. August 1869 zum ersten Vorsitzenden des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes Deutscher Buchdruckerverein gewählt. Albin Ackermann war außerdem als Stadtverordneter in Leipzig kommunalpolitisch aktiv. 1869–1870 ließ er in Leipzig die nach ihm benannte Villa Ackermann erbauen. 1881 erwarb er das Schloss Gundorf bei Leipzig, zu dem eine von Peter Joseph Lenné gestaltete Parkanlage zählte.

Albin Ackermann wurde im Ackermannschen Erbbegräbnis in der VII. Abteilung des Neuen Johannisfriedhofs beerdigt.

Ackermann trat auch als bedeutender Kunstmäzen hervor. So erwarb er 1880 das Gemälde Sappho an der Felswand von Lesbos des Landschaftsmalers Edmund Friedrich Kanoldt und beauftragte diesen im Anschluss mit dem monumentalen Wandgemäldezyklus Amor und Psyche (1881–1882) für seine private Sammlung auf Rittergut Gundorf (auch als Schloss Gundorf bezeichnet) bei Leipzig. Ein von Emil Fröhlich geschaffenes Ölgemälde, das Albin Ackermann-Teubner porträtiert, befand sich später im Besitz seines Enkels Erich Ackermann auf dem Rittergut Gebersdorf. Dieses Familienporträt ging im Zuge von Plünderungen nach dem Einmarsch der Roten Armee im Frühjahr/Sommer 1945 kriegsbedingt verloren und ist seit August 2026 offiziell in der Lost Art-Datenbank als Verlust registriert (Lost-Art-ID: 637729).

1876 Ehrenkreuz von Schwarzburg II. Klasse von Fürst Georg von Schwarzburg-Rudolstadt

1880 Ritterkreuz I. Klasse des Albrechtsordens von König Albert

1885 Annenorden III. Klasse von Kaiser Alexander III. von Russland

1892 Stanislausorden II. Klasse von Kaiser Alexander III. von Russland

Albin Ackermann-Teubner. In: Leipziger Zeitung. 23. März 1903.

Zwei hervorragende deutsche Buchhändler †. In: Daheim. 39, 1903, S. 3 f.

Friedrich Schulze: Geschichte der Familie Ackermann aus Gödern im altenburgischen Ostkreise 1560–1912. B. G. Teubner, Leipzig 1912, S. 237 (erstellt im Auftrag von Alfred Ackermann für dessen Sohn Erich; mit Familienstammbaum).

Thomas Krzenck, Katharina Junghans: Die landwirtschaftlichen Güter der Stadt Leipzig von ihren mittelalterlichen Anfängen bis an die Schwelle des 21. Jahrhunderts. Hrsg.: Stadtarchiv Leipzig (= Leipziger Almanach. Sonderband). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2019, ISBN 978-3-96023-285-8, Gundorf, S. 240–249 (leipzig.de [PDF]).

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