Albert Peyronnet (geboren am 5. Januar 1862 in Brest; gestorben am 18. Dezember 1958 in Nizza) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.
Albert Peyronnet wurde als Sohn eines Gymnasialdirektors in Brest geboren. Nachdem der Vater eine Stelle am Gymnasium in Montluçon erhalten hatte, ging Albert dort zur Schule und setzte sein Studium an der Rechtsfakultät von Paris, an der École libre des sciences politiques und an der École des hautes études commerciales fort.
Er arbeitete zunächst als Anwalt und Richter, wurde aber 1906 von René Viviani als Kabinettschef ins Arbeitsministerium berufen. Denselben Posten übte er 1910 im Ministerium für öffentliche Arbeiten bei Louis Puech und 1911 im Innenministerium unter Ernest Monis aus.
1912 wurde erstmals in den Senat gewählt; diesem gehörte er bis 1940 an. 1914 war er Gründungsmitglied der Fédération des gauches und deren Schatzmeister. Von 1922 bis 1924 amtierte er als Arbeitsminister im zweiten Kabinett von Raymond Poincaré. Parteipolitisch gehörte er der Parti républicain, radical et radical-socialiste an und im Senat der Fraktion der Gauche démocratique. Beide Gruppen sind der politischen Mitte zuzurechnen.
1940 stimmte er für die diktatorischen Vollmachten für Philippe Pétain. Danach musste er sich aus dem politischen Leben zurückziehen.
Peyronnet war Offizier der Ehrenlegion. Er war mit Marguerite Bignet verheiratet; beide sind auf dem Friedhof Père-Lachaise begraben.
Le Ministère du travail, 1906–1923. Berger-Levrault, 1924.
PEYRONNET Albert Ancien sénateur de l’Allier. In: Sénat. Abgerufen am 26. Mai 2026 (französisch).
Angaben zu Albert Peyronnet in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.