An diesem Tag

Alan Shepard

US-amerikanischer Astronaut

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Alan Bartlett „Al“ Shepard, Jr. (* 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire, Vereinigte Staaten; † 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien, USA) war der erste Astronaut der Vereinigten Staaten im Weltraum und als Kommandant der Mission Apollo 14 der fünfte Mensch auf dem Mond.

Shepard war ein hervorragender Schüler. Fasziniert von Flugzeugen radelte er an Wochenenden oft zum nächsten Flugplatz, wo er Gelegenheitsarbeiten übernahm, um gelegentlich in Flugzeugen mitfliegen zu können.

Seinen Schulabschluss machte er 1941 an der Admiral Farragut Academy in Toms River, New Jersey. Von 1941 bis 1944 studierte er an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs diente er dann in der US-Marine auf dem Zerstörer Cogswell im Pazifik.

Nach dem Krieg wurde er als Pilot ausgebildet und diente als Marine-Pilot, unter anderem auf Flugzeugträgern im Mittelmeer.

Im Jahre 1950 begann Shepard die Ausbildung zum Testpiloten in Patuxent River, Maryland. Nach deren Abschluss 1951 testete er verschiedene Typen von Kampfjets und arbeitete unter anderem Landetechniken für die neuen Flugzeugträger mit abgewinkelten Landebahnen aus. Nachdem er schon 1944 seinen Bachelor of Science an der United States Naval Academy gemacht hatte, kam er ans Naval War College in Newport (Rhode Island), wo er 1957 ein Diplom erhielt. Er war auch Inhaber zahlreicher akademischer Ehrentitel.

Shepard gehörte zu den 110 Militär-Testpiloten, die von der NASA als potentielle Astronauten ausgewählt wurden, wobei jedoch die Einladung an Shepard verloren ging. Dennoch gehörte er zu den sieben (Mercury Seven), die am 9. April 1959 von der NASA als Amerikas erste Astronautengruppe vorgestellt wurden.

Am 21. Februar 1961 erfuhr Shepard, dass er für den ersten bemannten Flug des Mercury-Raumschiffs vorgesehen war. Diese Nachricht wurde vorerst aber noch nicht veröffentlicht.

Der Start der Mission Mercury-Redstone 3 (Mercury-Kapsel MR-3) erfolgte dann am 5. Mai 1961. Shepard hatte dem Raumschiff den Namen Freedom 7 gegeben. Dieser Flug war nicht als Erdumkreisung geplant, sondern als suborbitale ballistische Flugbahn. Die für eine Erdumlaufbahn benötigte Fluchtgeschwindigkeit konnte die Redstone nicht erreichen. Dies gelang den Amerikanern erst im Februar 1962 mit der Mercury-Atlas 6-Mission. Shepard erreichte eine Höhe von 187 km. Nach 15 Minuten und 22 Sekunden wasserte Freedom 7 sicher im Atlantik. Damit gilt er nach Juri Gagarin aus der Sowjetunion, der die Erde bereits am 12. April in 106 Minuten einmal umkreist hatte, als der zweite Mensch im Weltraum.

Bei den beiden nächsten Mercury-Missionen am 21. Juli 1961 und 20. Februar 1962 war Shepard als Verbindungssprecher (Capcom) beteiligt.

Für die letzte Mission im Mercury-Programm, Mercury-Atlas 9, war er als Ersatzpilot vorgesehen, falls Gordon Cooper ausfallen sollte, der Flug fand aber am 15. und 16. Mai 1963 problemlos statt.

Shepard drängte darauf, das letzte verbliebene Mercury-Raumschiff Mercury 10 für einen Langzeitflug zu verwenden, mit sich als Pilot und Cooper als Ersatz. Er ließ das Raumschiff sogar mit dem Schriftzug „Freedom 7 II“ bemalen, die NASA entschied jedoch, dass alle Kräfte auf das anstehende Gemini-Programm konzentriert werden sollten, sodass Shepard nicht zur erhofften Erdumkreisung kam.

Shepard war für den Jungfernflug des Gemini-Raumschiffs Gemini 3 als Kommandant nominiert.

Er hatte bereits mit Tom Stafford das Training aufgenommen, als ihm eine gesundheitliche Beeinträchtigung am linken Innenohr attestiert wurde: Shepard litt unter dem Menière-Syndrom. Ein überhöhter Druck der Flüssigkeit im Innenohr führt dabei zu Störungen des Gleichgewichtssinnes, Schwindelgefühlen und Übelkeit, was die Flugtauglichkeit beeinträchtigte.

Im März 1966 leitete er das Komitee, das den Flugzeugabsturz untersuchen sollte, der zum Tod der Astronauten Elliot See und Charles Bassett geführt hatte.

Anfang 1969 ließ sich Shepard am Innenohr operieren. Im Mai wurde ihm wieder die volle Flugtauglichkeit bescheinigt, sodass er die Ausbildung im Rahmen des Apollo-Programms wieder aufnehmen konnte. Die Leitung des Astronautenbüros übergab er an Tom Stafford.

Shepard war zuerst als Kommandant der Apollo-13-Mission vorgesehen, die im April 1970 starten sollte, aber das NASA-Management drängte darauf, ihm mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben, da er dem Astronautentraining lange ferngeblieben war. Deshalb wurde Shepard zusammen mit Stuart Roosa und Edgar Mitchell auf Apollo 14 verlegt.

Dieser Mondflug fand vom 31. Januar (dritte Mondlandung am 5. Februar 1971) bis zum 9. Februar 1971 statt. Shepard war zu diesem Zeitpunkt bereits 47 Jahre alt, bei Weitem der älteste der Mondfahrer. Er war der erste Mercury-Astronaut, der es bis zum Mond geschafft hatte, und er sollte der einzige bleiben. Als er den Mond betrat, sagte er: „Al ist auf der Oberfläche, und es war ein weiter Weg, aber wir sind hier.“

Al Shepard ging als erster Golfspieler auf dem Mond in die Geschichtsbücher ein. Er hatte zwei Golfbälle mit auf den Mond genommen, außerdem ein Eisen 6, das er provisorisch an einem geologischen Instrument befestigte. Aufgrund des steifen Raumanzugs musste er einhändig schlagen. Den ersten Ball verfehlte er zunächst, um ihn dann im zweiten Versuch ein oder zwei Meter voranzubringen. Der dritte Schlag traf dann, und mit einem vierten Schlag konnte er den zweiten Ball ungefähr 40 Yards (37 Meter) weit schlagen.

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