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Alain Bernaud

Französischer Komponist

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Alain Henri Bernaud (* 8. März 1932 in Neuilly-sur-Seine; † 4. Dezember 2020 in Paimpol) war ein französischer Komponist.

Bernaud entstammt einer Musikerfamilie. Sein Vater spielte Violine und Viola, seine Mutter, eine Pianistin, war die Tochter des ehemaligen Chorleiters der Opéra-Comique, Marcel Chadeigne. Ersten Unterricht hatte er bei dem Pianisten und Komponisten Jacques Lamy, einem Freund der Familie.

1938 kam er nach Paris, wo er Unterricht in Klavier und Solfège bei Marie-Louise Boëllmann bekam. Am Conservatoire de Paris besuchte er gemeinsam mit Michel Legrand, Roger Boutry, Jean-Michel Defay und Alain Weber die Solfège-Klasse von Lucette Descaves, studierte Klavier bei Jules Gentil, Harmonielehre bei Jacques de la Presle, Kontrapunkt und Fuge bei Noël Gallon und Komposition bei Tony Aubin. 1957 gewann er mit der Kantate La Fée Urgèle von Françoise des Varennes nach Théodore de Banville den Premier Grand Prix de Rome.

Während des mit dem Preis verbundenen Aufenthaltes in der Villa Medici in Rom komponierte Bernaud u. a. ein Saxophonquartett, eine Messe, eine Sinfonie und eine Orchesterouvertüre. Nach seiner Rückkehr nach Paris profilierte sich Bernaud vor allem als Komponist von Filmmusiken. Daneben war er Professor für Solfège, seit 1971 für Harmonielehre am Conservatoire de Paris. Nach seiner Pensionierung 1999 übersiedelte er in die Bretagne, wo 2006 sein Requiem für Chor und Orchester entstand.

Sonate pour violon et piano, 1951

Ouverture à la française für zwei Klaviere, 1953

Concerto lyrique für Klarinette und Orchester, 1955

Récitatif et air für Klarinette und Klavier, 1957

Capriccio rustique für Oboe und Klavier, 1958

Les Chants de la jungle, 6 Lieder für Bariton und Streichorchester nach Rudyard Kipling

Sept Rubaiyat für Sopran und Flöte nach Omar Chajjam

Messe brève für gemischten Chor und Orgel, 1960

Concertino da caméra für Fagott und Streichorchester, 1962

Pavane et Saltarelle für Trompete und Klavier, 1963

Humoresque für Tuba, Saxhorn oder Cello und Klavier, 1964

D’une extrême gravité, 2 Stücke für Kontrabass und Klavier, 1956

Trois pièces pour les percussions, 1967

Contrastes für Viola und Klavier, 1968

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Alain Bernaud | World in Stories