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Alabama

Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika

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Alabama [æləˈbæmə] (amerik. Aussprache ) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Südstaatenregion. Er grenzt im Norden an Tennessee, im Osten an Georgia, im Süden an Florida und den Golf von Mexiko und im Westen an Mississippi. Gemessen an der Größe der Staatsfläche ist Alabama der 30., nach Stärke der Bevölkerung der 24. unter den 50 US-Bundesstaaten.

Alabama trägt den Spitznamen „Yellowhammer State“ (dt. Goldspechtstaat), nach dem Staatsvogel, und ist auch als „Heart of Dixie“ und „Cotton State“ bekannt. Der Staat ist geografisch sehr vielfältig, wobei der Norden vom gebirgigen Tennessee Valley und der Süden von der Mobile Bay, einem historisch bedeutenden Hafen, dominiert wird. Alabamas Hauptstadt ist Montgomery, und die größte Stadt nach Einwohnerzahl und Fläche ist Huntsville. Die älteste Stadt ist Mobile, die 1702 von französischen Kolonisten (Alabama-Kreolen) als Hauptstadt von Französisch-Louisiana gegründet wurde. Der Großraum Birmingham ist Alabamas größter Ballungsraum und sein wirtschaftliches Zentrum. Politisch ist Alabama als Teil des tiefen Südens oder „Bible Belt“ ein überwiegend konservativer Staat und für den verbreiteten evangelikalen Protestantismus bekannt.

Ursprünglich war das heutige Alabama, in dem viele Eingeborenenstämme lebten, seit dem 16. Jahrhundert spanisches Territorium, bis es Anfang des 18. Jahrhunderts von den Franzosen übernommen wurde. Die Briten gewannen das Gebiet 1763, bis sie es im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verloren. Spanien hielt Mobile als Teil von Westflorida bis 1813. Im Dezember 1819 wurde Alabama als Staat anerkannt. Während der Vorkriegszeit war Alabama ein bedeutender Baumwollproduzent und setzte in großem Umfang afroamerikanische Sklavenarbeiter ein. Im Sezessionskrieg schloss sich Alabama 1861 den Konföderierten Staaten von Amerika an, deren erste Hauptstadt Montgomery war. Nach der Niederlage der Südstaaten trat Alabama 1868 wieder den Nordstaaten bei und litt anschließend jahrzehntelang unter wirtschaftlicher Not, da die Landwirtschaft und einige wenige Nutzpflanzen die Hauptantriebskraft der lokalen Wirtschaft waren. Ähnlich wie in anderen ehemaligen Sklavenstaaten wandte der Gesetzgeber in Alabama vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre die Jim-Crow-Gesetze an. Aufsehen erregende Ereignisse wie die Märsche von Selma nach Montgomery machten den Bundesstaat in den 1950er und 1960er Jahren zu einem wichtigen Zentrum der Bürgerrechtsbewegung.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Alabama dank diversifizierter industrieller Entwicklungen. Im Jahr 1960 gründete die NASA in Huntsville das Marshall Space Flight Center, worauf sich eine lokale Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelte. Im 21. Jahrhundert stützt sich die Wirtschaft Alabamas auf die Automobilindustrie, das Finanzwesen, den Tourismus, die verarbeitende Industrie, die Luft- und Raumfahrt, die Mineralienförderung, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, den Einzelhandel und die Technologie.

Der Name „Alabama“ geht auf die französische Bezeichnung des heute unter dem Namen Alabama bekannten Indianerstamms aus der Muskogee-Sprachfamilie zurück. Die französischstämmigen Siedler nannten sie, im Versuch, ein in ihren Ohren ähnlich klingendes Wort aus der Sprache der Choctaw wiederzugeben, „Alibamons“. Dieses Wort bezeichnete wiederum die Tätigkeit des Schneidens und Sammelns von Kräutern oder Gräsern.

Erstmals wird der Stamm der Alabama 1540 von Teilnehmern der Expedition Hernando de Sotos erwähnt. Garcilasso de la Vega bezeichnete sie als Alibamo, andere nannten sie Alibamu oder Limamu Franzosen nannten sie 1702 Alibamons, dementsprechend hieß der Fluss auf französischen Karten Rivière des Alibamons.

Alabama hat die inoffiziellen Beinamen Cotton State (deutsch Baumwollstaat), Yellowhammer State (dt. Goldspechtstaat) und Heart of Dixie (dt. Herz des Südens).

Alabama liegt mit einer Fläche von 135.765 km² an 30. Stelle der Bundesstaaten der USA. Es grenzt im Norden an Tennessee, im Osten an Georgia, im Westen an Mississippi und im Südosten an Florida. Im Nordosten befinden sich die steinigen Appalachen, und zwischen Coosa River und Auburn die Piedmont-Hochebene mit rotem, eisenhaltigem Lehmboden; im Süden und Westen liegt die überwiegend sandige Küstenebene des Golfs von Mexiko. Der Bereich um Montgomery und Selma hat einen besonders fruchtbaren, dunklen Schwemmlandboden. Ein Großteil der Fläche des Staats ist von Wald bedeckt. Im Süden liegt der Golf von Mexiko, in den der Hauptfluss Alabama River mündet. Alabama ist in 67 Landkreise (Countys) unterteilt.

In Alabama liegt ein National Monument: Russell Cave National Monument

Alabama hatte im Jahr 2010 4.779.736 Einwohner (Stand: Zensus 2010). Davon waren 70,4 % Weiße, 26,3 % Schwarze oder Afroamerikaner, 2,3 % Hispanics oder Latinos, 1,0 % Asiatische Amerikaner und 0,4 % Indianer.

Folgende Zahlen sind dem Datenbestand des U.S. Census entnommen; auf eine Zählung der Urbewohner des Territoriums, die insbesondere in den Jahren vor dem Vertrag von Cusseta, der eine Umsetzung des Indian Removal Act vorsah, einen beträchtlichen Anteil der Gesamtbevölkerung ausgemacht haben dürfte, hat der Census verzichtet.

Alters- und Geschlechterstruktur

Die Altersstruktur von Alabama setzt sich folgendermaßen zusammen:

bis 18 Jahre: 1.115.668 (24,2 %)

18–64 Jahre: 2.872.991 (62,5 %)

Das Medianalter beträgt 37,2 Jahre.

48,5 % der Bevölkerung sind männlich und 51,5 % weiblich.

16,7 % der Einwohner sind amerikanischer Abstammung und stellen damit die größte Gruppe. Es folgen die Gruppen der Irisch- (9,1 %), Englisch- (7,6 %) und Deutschstämmigen (6,7 %).(Stand 2014)

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