Alford „Al“ Corley (* 22. Mai 1956 in Wichita, Kansas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Sänger. Er wurde ab 1981 in der Rolle des Steven Carrington in der amerikanischen Erfolgsserie Der Denver-Clan bekannt. 1984/85 hatte er als Sänger mit der Single Square Rooms einen internationalen Charterfolg.
Al Corley begann seine Karriere als Kellner in der Diskothek Studio 54, wo er schnell in Kontakt zu den wichtigen Fernsehleuten kam. Seine Karriere begann mit einem kleinen Auftritt in Love Boat. Bald folgten Rollen in And Baby Makes Six (1979) Woman’s Room (1980), bis ihm ab 1981 der Durchbruch als homosexueller Sohn Steven Carrington in der amerikanischen Serie Der Denver-Clan gelang. Er verließ die Serie jedoch nach der zweiten Staffel, weil er mit der Entwicklung der Figur durch die Produzenten unzufrieden war. Daraufhin wurde sie ab der dritten Staffel mit Jack Coleman neubesetzt. In dem Fernsehfilm Denver – Die Entscheidung trat Corley 1991 nochmals als Steven auf.
Seit den 1990er-Jahren arbeitet er auch als Produzent für Filmproduktionen wie Drowning Mona und Ring of Fire. 1984/85 hatte er auch Erfolge als Sänger. Der Song Square Rooms, produziert von Harold Faltermeyer, wurde Nummer 1 in Frankreich und Top 15 in Deutschland. Die folgende Nummer Cold Dresses belegte Platz 5 in Frankreich. Sein Erfolg als Sänger war allerdings auf Kontinentaleuropa beschränkt, in den Märkten seiner Heimat USA oder Großbritannien konnte er sich kaum oder nur auf hinteren Rängen in den Hitparaden platzieren.
Auch seine Schauspielkarriere verlief eher enttäuschend, in Hollywood erhielt er keine Rollen in größeren Produktionen. Er hatte eine größere Rolle in der deutschen Produktion Alpha City – Abgerechnet wird nachts (1985), ebenso einen Kurzauftritt als Vermieter in Otto – Der Liebesfilm. In den USA blieb sein Wirken als Filmschauspieler vor allem auf B-Movies wie Don Juan DeMarco (1995) oder Ring of Fire (2001) beschränkt.
1994 entstand in Zusammenarbeit mit dem NDR die Dokumentation Nackte Tanzlust über das Studio 54, in dem Corley einst als Kellner gearbeitet hatte. Er war sowohl für die Produktion als auch für das Drehbuch und die Regie verantwortlich und führte auch die meisten Interviews. Seither tritt er regelmäßig als Filmproduzent in Erscheinung.
Corley war von 1989 bis 1999 mit der deutschen Schauspielerin Jessika Cardinahl verheiratet; mit ihr hat er drei Kinder.
Vor seiner Heirat hatte er eine kurze Romanze mit Popstar Carly Simon; auf dem Cover ihres 1981 erschienenen Albums Torch war er – mit dem Rücken zur Kamera – zu sehen.
Er lebt im Stadtteil Pacific Palisades in Los Angeles.
1979: Dann wären wir sechs (And Baby makes Six)
1979: Women at West Point (Fernsehfilm)
1979: Hot Balls (Squeeze Play)
1980: Love Boat (The Love Boat, Fernsehserie, 4 Folgen)
1980: The Women’s Room (Fernsehfilm)
1981: Da steht der ganze Freeway Kopf (Honky Tonk Freeway)
1981–1982: Der Denver-Clan (Dynasty, Fernsehserie, 34 Folgen)
1983: Bare Essence (Fernsehserie, 2 Folgen)
1985: Alpha City – Abgerechnet wird nachts
1985: Cocaine-Paradise (Torchlighr)