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Airto Moreira

Brasilianischer Jazz-Percussionist

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Airto Guimorvan Moreira (* 5. August 1941 in Itaiópolis, Brasilien) ist ein brasilianischer Perkussionist, der weltweit als Jazzmusiker bekannt wurde. So ist es unter anderem sein Verdienst, dass im Jahre 1972 die renommierte Musik-Zeitschrift Down Beat die neue Rubrik Perkussion einführte. Sie setzte sich international als Bezeichnung für diesen damals stark von Moreira geprägten Einsatz kleinerer Schlaginstrumente durch.

Moreira wuchs in Curitiba auf. Er lernte zunächst Gitarre und Klavier; mit sechs Jahren trat er im Rundfunk auf, mit zwölf Jahren spielte er in kleinen Bands. Sechzehnjährig ging er nach São Paulo, wo er mit César Camargo Mariano und Humberto Clayber das Trio Sambalanço bildete, dann nach Rio de Janeiro. Im Jahr 1966 war er Mitglied des Trio Novo und begleitete unter anderen Geraldo Vandré. Als 1967 Hermeto Pascoal dazu kam, wurde daraus das Quarteto Novo. Er verließ 1968 aus politischen Gründen Brasilien, wo seit 1964 eine Militärdiktatur herrschte, und ging mit seiner Frau, der Sängerin Flora Purim, in die Vereinigten Staaten.

Moreira spielte in New York mit einigen Jazz-Musikern. Einer von ihnen, Joe Zawinul, machte ihn mit Miles Davis bekannt. Moreira wirkte daraufhin bei einigen Sessions zu dessen Album Bitches Brew mit und spielte 1970 und Anfang 1971 auch live in der Davis-Band, zu hören u. a. in dem Album Black Beauty: Miles Davis at Fillmore West und Miles at the Fillmore. Anschließend gehörte er zu Weather Report und zu Chick Coreas Gruppe Return to Forever. Der Kritiker Achim Hebgen zählte ihn und Stanley Clarke 1973 in der Zeitschrift Sounds zu den Musikern, die in den beiden vorangegangenen Jahren am meisten Aufsehen in der Jazzszene erregt und zugleich die meisten Plattenaufnahmen vorzuweisen hatten. Moreira beschrieb er als „unerschöpflich im Erfinden neuer Rhythmusklänge“. Seine eigene Gruppe, die schlicht „Airto’s Band“ hieß, bestand damals aus Flora Purim, dem Gitarristen David Amaro und drei weiteren Musikern aus Uruguay. Mit ihr trat er Anfang November 1973 bei den Berliner Jazztagen auf. Ferner wirkte er bei Musikaufnahmen von Gato Barbieri, Herbie Hancock, George Duke, John McLaughlin, Joni Mitchell (Don Juan’s Reckless Daughter, 1977), Carlos Santana, Mickey Hart, Michel Portal (Birdwatcher, 2007) und Billy Cobham mit. Zusammen mit seiner Frau Flora Purim bildet er seit dieser Zeit vor allem eigene Formationen, seit 1990 die Band „Fourth World“ mit José Neto und Gary Meek.

1970: Natural Feelings – Flora Purim, Hermeto Pascoal, Ron Carter und Sivuca

1971: Seeds on the Ground One Way – Flora Purim, Hermeto Pascoal, Carter, Sivuca, Dom Um Romão, Severino de Oliveira

1972: Fingers (CTI Records) – Flora Purim, David Amaro, Hugo Fattoruso, Jorge Fattoruso, Ringo Thielmann

1972: Free (CTI Records) – featuring Purim, Chick Corea, Keith Jarrett, Stanley Clarke, Hubert Laws, Ron Carter, George Benson, Arrangements Don Sebesky

1972: Return to Forever (ECM Records) – featuring Flora Purim, Chick Corea, Joe Farrell, Stanley Clarke

1973: Light as a Feather (Polydor Records) – featuring Flora Purim, Chick Corea, Stanley Clarke

1974: Virgin Land (CTI Records) – Flora Purim, Amaro, Stanley Clarke, Alex Blake, Eddie Daniels, Gabriel DeLorme, George Duke, George Marge, Jane Taylor, Kenny Ascher, Milcho Leviev

1975: Identity – Flora Purim, Amaro, Egberto Gismonti, Herbie Hancock, John Heard, John Williams, Luis Johnson, Raúl de Souza, Roberto, Ted Lo, Wayne Shorter

1976: Promises of the Sun Arista – Purim, de Souza, Hugo Fattoruso, Milton Nascimento, Novelli, Toninho Horta

1977: I’m Fine, How Are You? Warner Music Japan – unter Mitwirkung von Fattoruso, de Souza, Rubén Rada

1979: Touching You… Touching Me Warner Music Japan – Purim, Fatturoso, Al Ciner, Alphonso Johnson, Bayette, George Duke, George Sopuch, Herb Alpert, Joe Farrell, Jose Bertrami, Laudir de Oliveira, Manolo Badrena, Marcos Valle, Michael Boddicker, Nivaldo Ornellas, Peter Bunetta, Richard Feldman, The Sweet Inspirations

1984: Misa Espiritual: Airto’s Brazilian Mass Harmonia Mundi – Gil Evans, WDR Big Band, WDR Strings, Marcos Silva

1985: Three-Way Mirror unter Mitwirkung von Purim und Joe Farrell

1985: Flora Purim / Airto Moreira Humble People (Concord Records) mit David Sanborn, Joe Farrell, Jose Neto u. a.

1986: Latino: Aqui se puede Montuno – Purim, Alphonso Johnson, Cachete Maldonado, Donaldo Alias, Frank Colon, Geni da Silva, Giovanni Hidalgo, Jeff Elliot, Farrell, Jorge Dalto, Kei Akagi, Keith Jones, Larry Nass, Laudir de Oliveira, Neves, Rafael Jose, de Souza, Tite Curet Alonso, Tony Moreno.

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