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Adriaan von Müller

Deutscher Prähistoriker

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Adriaan Marius Cornelis von Müller (* 30. März 1928 in Berlin; † 28. November 2021) war ein deutscher Ur- und Frühgeschichtler. Sein Fachgebiet war die Mittelalterarchäologie.

Adriaan von Müller wurde als Sohn von Otto von Müller und Therese geb. van der Bijll geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und einem Studium wurde er 1953 an der Universität Bonn mit der Dissertation Die Grabfunde des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. zwischen unterer Elbe und unterer Oder in ihren Beziehungen zum skandinavischen Fundgut zum Dr. phil. promoviert. 1956/57 war er Assistent, 1958–65 Kustos und von 1967 bis 1990 schließlich Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Seit 1975 war er auch Honorarprofessor der Freien Universität Berlin. Grabungen führten ihn in den Irak (1956/57) und nach Indien (1966/67).

Müller war ordentliches Mitglied der Historischen Kommission zu Berlin, des Deutschen Archäologischen Instituts und Ehrenmitglied der polnischen Numismatischen Gesellschaft. Er wurde mit dem Orden für Verdienste um die polnische Kultur und dem Bundesverdienstkreuz am Bande 1984 ausgezeichnet.

Müller heiratete 1952 Dorothea Beyer, mit der er drei Kinder hatte. Nach der Scheidung ging er 1974 eine zweite Ehe ein. Mit seiner Frau Klara Muči hatte er zwei Söhne.

Die Grabfunde des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. zwischen unterer Elbe und unterer Oder in ihren Beziehungen zum skandinavischen Fundgut. Dissertation, Bonn 1953

Formenkreise der älteren römischen Kaiserzeit im Raum zwischen Havelseenplatte und Ostsee. Lehmann, Berlin 1957

mit Wolfram Nagel (Hrsg.): Gandert-Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Otto-Friedrich Gandert am 8. August 1958. Lehmann, Berlin-Lichterfelde 1959

Vorläufiger Bericht über die von dem Deutschen Archäologischen Institut und der Deutschen Orient-Gesellschaft aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft unternommenen Ausgrabungen in Uruk-Warka. Mann, Berlin 1959 (= Abhandlungen der Deutschen Orient-Gesellschaft, Nr. 4)

mit Wolfram Nagel: Kunst im Handwerk früher Völker. Museum für Vor- u. Frühgeschichte, Berlin 1961

Fohrde und Hohenferchesar. Zwei germanische Gräberfelder der frühen römischen Kaiserzeit aus der Mark Brandenburg. de Gruyter, Berlin 1962

mit Hermann Pohle: Die jungbronzezeitliche Siedlung von Berlin-Lichterfelde. Hessling, Berlin 1964, 2. Auflage 1975, ISBN 3-7769-0142-X (= Berliner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, Band 9)

Berlins Urgeschichte. 55000 Jahre Mensch und Kultur im Berliner Raum. Hessling, Berlin 1964, 2. Auflage 19671, ISBN 3-7769-0111-X (= Schriften zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte, Band 6)

Berlin vor 800 Jahren. Städte, Dörfer, Wüstungen von der Gründung bis zum 14. Jahrhundert. Hessling, Berlin 1968 (= Schriften zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte, Band 11)

Geschichte unter unseren Füßen. Archäologische Forschungen in Europa. List, München 1968

mit Wolfram Nagel: Frühe Bauern- und Schriftkulturen. Staatliche Museen, Berlin 1969 (= Stufen der Kultur zwischen Morgen- und Abendland, Heft 2)

mit Gerdt Kutscher u. Stephan Waetzoldt (Hrsg.): Acta Praehistorica et Archaeologica. Band 1–15, 1970–1983, ISSN 0341-1184

Gesicherte Spuren. Hessling, Berlin 1972, ISBN 3-7769-0132-2

Jahrtausende unter dem Pflaster von Berlin. Ausgrabungen zwischen Tegel und Nikolassee. Praeger, München 1973, ISBN 3-7796-4012-0

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