Adolf Fux (* 10. September 1901 in Grächen; † 18. November 1974, anderes Datum 17. November 1974, in Visp) war ein Schweizer Politiker und Schriftsteller; er veröffentlichte teilweise unter seinem Pseudonym Adolf Reinecke Fux und A. Reinke.
Adolf Fux war der Sohn des Wirts und Pferdehändlers Ludwig Fux († Juli 1944) und dessen aus Grächen stammenden Ehefrau Maria (geb. Schnydrig) († 26. August 1948); er hatte noch neun Geschwister.
Ab 1935 war er mit Rosa, Tochter des Landwirts Jakob Bütikofer aus dem Emmental, verheiratet; gemeinsam hatten sie drei Söhne.
Adolf Fux besuchte von 1908 bis 1913 die Primarschule in Visp und darauf von 1915 bis 1916 die Realschule im Kollegium Brig.
Von 1916 bis 1919 war er als Kutscher tätig und leistete 1920 seinen Dienst in der Schweizergarde in Rom.
Von 1920 bis 1922 erhielt er in der landwirtschaftlichen Schule in Visp eine land- und forstwirtschaftliche Ausbildung und besuchte 1923 verschiedene forstwirtschaftliche Kurse im In- und Ausland.
Nach seiner landwirtschaftlichen Ausbildung war er von 1923 bis 1925 in verschiedenen Hotels in Nizza, Marseille und St. Moritz tätig.
Er war darauf von 1925 bis 1937 Revierförster in Visp und wurde vom Staatsrat Albano Fama (1865–1945) 1937 zum Sekretär des Polizei-, Militär- und Forstdepartements des Kantons Wallis gewählt; er blieb bis 1945 in dieser Funktion. In dieser Zeit war er von 1929 bis 1936 Redakteur des von ihm gegründeten liberalen Wochenblatts Der Oberwalliser.
Politisches und schriftstellerisches Wirken
Adolf Fux politisierte gegen die vorherrschenden Katholisch-Konservativen und engagierte sich hierbei anfangs in der Fortschrittlichen Volkspartei und 1937 in der, auf seinen Antrag umbenannten, Demokratischen Partei Visp (heute FDP Oberwallis), der er von 1930 bis 1964 als Präsident vorstand.
Er war von 1933 bis 1934 Grossrat für die Fortschrittliche Volkspartei und von 1949 bis 1961 Grossrat für die Demokratische Partei, von 1940 bis 1945 Burgerrat und Waldpräsident sowie vom 11. Februar 1945 bis 1960 Gemeindepräsident von Visp und blieb bis 1964 im Gemeinderat. 1950 trat er als deutscher Berichterstatter bei der Sitzung des Grossen Rats auf.
1924 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit und publizierte 1928 sein erstes Buch Nennt mir das Land. 1936 veröffentlichte er Land unter Gletschern und 1953 Vispertäler sowie Romane und Erzählungen, die im Wallis spielen, unter anderem 1952 Die Horlowiner-Sippe und 1957 Die Edelweissromanze. Er schrieb teilweise in Mundart und erstellte auch Hörspiele und sprach Beiträge für das einstige Schweizer Radio Beromünster, für die Oberwalliser Hörspielgruppe, deren Präsident er war, sowie für das Studio Bern, verfasste Theaterstücke und betätigte sich als freier Journalist und schrieb für die Neue Zürcher Zeitung, Der Bund, dem Walliser Volksfreund und dem Nebelspalter. Er veröffentlichte auch verschiedene Wanderpublikationen.
In seinem Theaterstück Bärggeist aus 1965 bettet er den Unfalltod des Bergführers Josef Marie Lochmatter am 12. August 1882 an der Dent Blanche in den geschichtlichen Rahmen mit ein.
Er war der Gründer des Höhenwegs Grächen-Saas-Fee und verstand es, die örtlichen Honoratioren aus Grächen und Saas-Fee, insbesondere die Gemeinderäte und die Kurvereine, zu einer gemeinsamen Initiative zu überreden. Durch den Einsatz mit Pickeln, Schaufeln und Sprengstoff wurde entlang der Mischabelkette ein rund sechzehn Kilometer langer Höhenweg angelegt. Hierzu nutzte man zum Teil alte Hirtenpfade, zum Teil führte der neue Weg auch an Abhängen entlang, die direkt aus dem Fels gesprengt wurden.
Er setzte sich unter anderem auch für die Identität der Walliser Talschaften ein.
Adolf Fux gehörte dem Militärschiessverein an.
1932 trat er aus dem Walliser Presseverein aus.
Er war Mitglied des Schweizerischen Schriftstellervereins.