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Adolf Bieringer

Deutscher Jurist und Politiker (CDU), MdB, Oberbürgermeister von Bruchsal

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Adolf Bieringer (* 29. August 1928 in Mörsch, heute Stadtteil von Rheinstetten; † 12. Februar 1988 in Bruchsal) war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war Oberbürgermeister von Bruchsal in Baden-Württemberg.

Adolf Birlinger wurde als Sohn von Priska Bieringer, geborener Heilig, und des Hauptlehrers Erwin Bieringer in Baden-Elsass geboren. Nach dem Abitur am Realgymnasium nahm Bieringer ein Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg auf. 1956 wurde er zum Dr. jur. promoviert. 1957 absolvierte er das zweite juristische Staatsexamen und trat als Assessor in den Verwaltungsdienst des Landes Baden-Württemberg ein. 1958 wurde er Rechtsanwalt in Mannheim und 1961 zum Regierungsrat am Verwaltungsgericht in Karlsruhe ernannt.

Bieringer schloss sich der CDU an und wurde in den Landesvorstand der CDU Nordbaden gewählt.

Bieringer war seit 1956 Ratsmitglied der Stadt Bruchsal. Er wurde 1959 in den Kreistag des Kreises Bruchsal gewählt und war nach der Gebietsreform 1973 Kreistagsmitglied des Kreises Karlsruhe. Bei der Bundestagswahl 1961 wurde er über ein Direktmandat im Wahlkreis Bruchsal – Karlsruhe-Land II in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er bis 1965 angehörte.

Bieringer amtierte von 1964 bis 1985 als Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal. Von 1986 bis zu seinem Tode war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Karlsruhe.

Adolf Bieringer war katholisch. 1966 wurde er vom Kardinal-Großmeister Eugène Tisserant zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 3. Dezember 1966 im Augsburger Dom durch den Kardinal Lorenz Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Er war zuletzt Komtur des Ordens.

Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 1: A–M. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 66–67.

Bieringer, Adolf. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 98.

Literatur von und über Adolf Bieringer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Adolf Bieringer im Stadtwiki Karlsruhe

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