An diesem Tag

Adolf

Männlicher Vorname

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Adolf oder Adolph ist ein männlicher Vorname und Familienname.

Für den Namen Adolf existieren zwei mögliche Herleitungen.

Einerseits lässt sich der Name als Kurzform von Athalwolf bzw. Adalwolf deuten. Dabei handelt es sich um eine Kombination der germanischen Elemente adal „edel“, „vornehm“ und ulf/wulf „Wolf“.

Andererseits kann es sich beim Namen Adolf auch um eine Kurzform des althochdeutschen Namens Attaulf bzw. Athaulf handeln. Dabei handelt es sich entweder um eine Zusammensetzung der Elemente ath/atta „Vater“ und ulf/wulf „Wolf“ oder, als Variante von Hathovulf, um eine Kombination der Elemente had „Kampf“ und ulf „Wolf“.

Viele urgermanische Personennamen sind aus zwei positiv zu verstehenden Gliedern zusammengesetzt, ohne dass die Zusammensetzung als solche eine Bedeutung haben muss.

Sowohl im protestantischen Deutschland (wegen Gustav Adolf und Adolph von Knigge) als auch im katholischen (wegen Adolph Kolping) hatte Adolf eine gewisse Popularität. 1890 stand der Name an dreizehnter Stelle auf der Beliebtheitsskala aller männlichen Vornamen in Deutschland. Doch schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Häufigkeit der Vornamensvergabe ab. Nach einem Aufschwung ab 1933, der bis 1942 andauerte, brach die Verwendung des Namens – wohl in Korrelation zur Beliebtheit Adolf Hitlers – stark ein. Seit Anfang der 1950er Jahre wurde der Vorname Adolf im deutschsprachigen Raum nur noch selten an Neugeborene vergeben. Durch den Diktator Adolf Hitler und ferner durch weitere Nationalsozialisten wie Adolf Eichmann ist der Name sehr stark belastet. Etwa 15-mal jährlich wird der Vorname in Deutschland vergeben. Über die Zulässigkeit entscheidet im Einzelfall das zuständige Standesamt, insbesondere anhand des Kindeswohls. In Zweifelsfällen können diese das Namenskundliche Zentrum der Universität Leipzig zuziehen.

In Österreich wurde der Name Adolf von 1984 bis zur Jahrtausendwende jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Seitdem wird er nur noch sporadisch vergeben. Von 1984 bis 2023 wurde er etwa 90 Mal gewählt. In der Schweiz kam der Name von 1930 bis zum Ende der 1970er Jahre regelmäßig in der Namensgebung vor, bis Mitte der 1990er Jahre wurde er nur noch sporadisch vergeben. Von 1930 bis 2023 wurden rund 1.600 Jungen so genannt.

Beliebt war der Name auch in Schweden, wo mehrere Könige den Namen trugen. Jedoch war er in keinem Jahrzehnt seit den 1920er Jahren unter den zehn beliebtesten Vornamen. Im Jahre 2015 gab es nur noch rund 2600 Träger dieses Namens in Schweden. Seit spätestens 1998 wurde in jedem Jahr weniger als zehn neugeborenen Jungen dieser Name gegeben.

Der Name ist in Dänemark und Norwegen nicht weit verbreitet und wird nur gelegentlich vergeben. In Tschechien zählte Adolf von 1935 bis 1943 zu den Top-50 und bis zur Jahrtausendwende fast jedes Jahr zu den Top-200. Der Name kommt in den Niederlanden seit 1930 fast alljährlich in der Namensgebung vor. Er gilt als mäßig beliebt und wurde von 1930 bis 2023 rund 2.400 Mal gewählt. In Frankreich tauchte der Name nur Anfang der 1940er Jahre in den Hitlisten auf. Der Name Adolf wird in Kanada seit den 1990er Jahren hin und wieder bei der Namenswahl berücksichtigt. In den USA war der Name von 1880 bis 1928 hin und wieder in den Top-1000 vertreten.

In der französischen Theaterkomödie Der Vorname (Le prénom) von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière (verfilmt 2012 und 2018) ist die beabsichtigte Vergabe des Vornamens Adolphe an einen ungeborenen Sohn der Auslöser für einen folgenlastigen Streit. Zum Ende des Stücks stellt sich heraus, dass der werdende Vater damit nur seinen Schwager provozieren wollte, um diesem eine Retourkutsche für seine ständigen Spötteleien zu verpassen.

Namenstage sind der 11. Januar und der 17. Juni.

Die weibliche Form des Namens ist Adolfine.

Friesisch: Adde, Ade, Aike, Ale, Alke, Alle, Atse

Germanisch: Adalwolf, Athalwolf, Attaulf, Athaulf, Hathovulf

Diminutiv: Adi, Ad, Ado, Dolf, Dolfi

Angelsächsisch: Æðelwulf, Æthelwulf

Finnisch: Aadolf, Aatto, Aatu, Atte

Spanisch: Adolfo, Adolfito, Fito

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