Adam Holender (* 13. November 1937 in Krakau) ist ein polnischer Kameramann.
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 und der Besetzung der polnischen Ostgebiete durch die Rote Armee wurde Adam Holenders Familie nach Sibirien verschleppt. Erst nach dem Krieg kam die Familie zurück nach Polen. Holender studierte nach dem Abitur zunächst Architektur und begann dann ein Kamerastudium an der Filmhochschule Łódź, die er 1964 abschloss. 1966 reiste er nach Kanada als Tourist und bereiste Nordamerika. Als er nach New York City kam, erhielt er einen Job als Fahrer eines Dokumentarfilmteams. Über diesen Weg kam er zurück zu seinem ursprünglich erlernten Beruf und begann als Kameramann von Dokumentarfilmen und Werbefilmen. Sein erster Spielfilm sollte sogleich sein Durchbruch sein. Für John Schlesinger drehte er in New York dessen Film Asphalt-Cowboy.
1969: Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy) – Regie: John Schlesinger
1970: Puzzle of a Downfall Child – Regie: Jerry Schatzberg
1970: Shut Up… I’m Crying (Kurzfilm)
1971: The Panic in Needle Park – Regie: Jerry Schatzberg
1971: Der Cowboy (J. W. Coop) – Regie: Cliff Robertson
1972: Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen (The Effect of Gamma Rays on Man-in-the-Moon Marigolds) – Regie: Paul Newman
1974: Der Mann auf der Schaukel (Man on a Swing) – Regie: Frank Perry
1978: Die andere Seite der Hölle (The Other Side of Hell) – Regie: Ján Kadár
1978: Wenn ich dich wiedersehe (If Ever I See You Again) – Regie: Joe Brooks
1979: Wenn das Schicksal es will (Promises in the Dark) – Regie: Jerome Hellman
1979: Die Verführung des Joe Tynan (The Seduction of Joe Tynan) – Regie: Jerry Schatzberg
1980: Simon, der Außerirdische (Simon) – Regie: Marshall Brickman
1980: Idolmaker – Das schmutzige Geschäft des Showbusiness (The Idolmaker) – Regie: Taylor Hackford
1980: Endstation Malibu (The Shadow Box) – Regie: Paul Newman
1986: Der Knabe, der fliegen konnte (The Boy Who Could Fly) – Regie: Nick Castle
1986: Glitzernder Asphalt (Street Smart) – Regie: Jerry Schatzberg