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Adam Friedrich von Arnstedt

Königlich-preußischer Oberst und Chef des Garnisons-Regiments Nr.5.

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Adam Friedrich von Arnstedt, kurz Adam von Arnstedt, (* 28. Februar 1711; † 20. März 1778 in Crossen an der Oder) war ein königlich-preußischer Oberst und Chef des Garnisons-Regiments Nr. 5.

Arnstedt war der Sohn des königlich-polnischen und kursächsischen Generalmajors d. Kav. Sigmund Friedrich von Arnstedt (1668–1718) Erbherr auf Demker, Welle und Süpplingen. Seine Mutter war Anna Sabine von Schkälen (1647–1718) aus dem Haus Wölkau, einem Besitz im Kreis Merseburg.

Adam wurde 1738 Leutnant im Infanterie-Regiment Nr. 25. Im Zweiten Schlesischen Krieg erhielt er nach der Schlacht bei Soor 1745 eine eigene Kompanie. Im Siebenjährigen Krieg wurde er in der Schlacht bei Kolin verwundet. Er blieb im Militärdienst und wurde im Mai 1758 zum Major befördert und im August 1767 zum Oberst. Im Jahr 1771 übernahm er das Garnisons-Regiment Nr. 5 in Crossen.

Adam von Arnstedt erbte die Güter Demker, Welle und Dredersdorf.

Er war mit Louise Tugendreich von der Marwitz verwitwete von Gosen (1726–1764) verheiratet und hatte mit ihr drei Söhne und zwei Töchter, unter anderem:

Johann Karl August Adam (* 5. Oktober 1754; † 25. Mai 1806) ⚭ 1790 Wilhelmine von Hacke(n) Erbtochter von Carl Botho Gottfried von Hacke(n) († 23. Juni 1801) auf Grossen-Kreutz, Erbschenk der Mark Brandenburg

Friedrich Alexander Siegmund (* 2. Mai 1759; † 15. Januar 1816), Leutnant a. D., Postmeister, Erbe von Demker und Welle

Sophie Charlotte Karoline Wilhelmine (* 20. Januar 1755; † 18. August 1842) ⚭ 25. Mai 1774 Georg Karl Gans Edler Herr zu Putlitz

Die Familie von Arnstedt war weitverzweigt und heiratete obligat in andere Adelsfamilien, so auch Wilhelmine von Arnstedt (1755–1801), die die Ehefrau des Staatsministers Friedrich Wilhelm Graf von der Schulenburg-Kehnert wurde. Deren Schwester Juliane von Arnstedt (1760–1840), beide waren Nachfahrinnen mehrerer Domherren und Töchter des Christoph Dietrich von Arnstedt (1709–1769) und der Magdalena von Stedern, heiratete 1787 Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien (1760–1824), preußischer General der Infanterie.

Nacherbe des Gutskomplexes von Groß Kreutz mit Forst Hackenhausen, Busendorf und Kanin, sämtlich Landkreis Zauch-Belzig, wurde dann Arnstedts zweitältester Enkel, Major Albert von Arnstedt (1794–1875). Über dessen Ehefrau Franziska von der Marwitz-Friedersdorf (1804–1884) gelangten diese Begüterungen schließlich an die Familie von der Marwitz.

Anton Balthasar König: Adam Friedrich von Arnstedt., In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 1. Verlag Arnold Wever, Berlin 1788, S. 75.

August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz (Hrsg.): Diplomatische Nachrichten Adelicher Familien. Band 7, Mit: Derer von Arnstedt. Böttger, Leipzig 1795, S. 4.

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Fünfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 19.

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