Der 1. FC Köln (vollständiger Name 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V., umgangssprachlich „FC“ oder „Effzeh“) ist ein Sportverein in Köln. Der Fußballklub wurde am 13. Februar 1948 durch Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07 gegründet. Er gewann dreimal die deutsche Fußballmeisterschaft, wurde viermal DFB-Pokal-Sieger, erreichte 1986 das Finale des UEFA-Pokals und stand achtmal in einem Europapokal-Halbfinale.
Der 1. FC Köln war Gründungsmitglied der Bundesliga und hielt sich 35 Jahre lang ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse, der er nach mehreren Unterbrechungen nach dem siebten Aufstieg in der Saison 2024/25 auch momentan angehört. Der 1. FC Köln belegt den zehnten Platz in der Ewigen Tabelle der Bundesliga und den dritten Platz in der Ewigen Tabelle der Oberliga West, der höchsten Spielklasse für westdeutsche Vereine vor Einführung der Bundesliga.
Mit 170.000 Mitgliedern (Stand: 1. Juli 2026) ist der 1. FC Köln der größte Verein der Stadt und der sechstgrößte Sportverein in Deutschland, weltweit belegt er Platz 10.
Seit dem 6. März 2002 ist der Profifußballbereich (Erste Mannschaft, U21, U19 und U17) in die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Der eingetragene Verein hält 100 Prozent des Stammkapitals (2,5 Mio. Euro) an der KGaA und ist Alleingesellschafter der zur Geschäftsführung berechtigten und voll haftenden Komplementärin, der 1. FC Köln Verwaltungs GmbH.
Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in Köln mehrere etwa gleich starke Fußballvereine, so den VfL Köln 1899, den VfR Köln 04 rrh. (aus dem später Viktoria Köln wurde), die SpVgg Sülz 07 und den Kölner BC 01. Diese Vereine waren in erster Linie Stadtteilvereine. Keiner war stark genug, sich gegen die Großvereine aus dem Ruhrgebiet oder Süddeutschland dauerhaft durchzusetzen. Zwischen 1903 und 1933 gewannen Kölner Vereine nur viermal die Westdeutsche Fußballmeisterschaft, davon 1912 der Kölner BC 01 und 1928 die SpVgg Sülz 07, und erreichten dann jeweils nur das Viertelfinale der deutschen Meisterschaft. 1933 bis 1944 war die Gauliga Mittelrhein die höchste Spielklasse. Dort war es zwar eher möglich, sich gegen die Konkurrenz aus Aachen, Trier oder Koblenz durchzusetzen, doch kam das Aus für die Kölner Klubs in der anschließenden Endrunde fast durchweg bereits in der Vorrunde. Die beiden Vereine, die später zum 1. FC Köln fusionierten, waren der Kölner BC 01 und die SpVgg Sülz 07. Sie kamen damit dem Bayenthaler SV, dem SV 1927 Köln und dem SV Victoria Köln genau sieben Tage zuvor, die im selben Jahr wiederum zum SC Fortuna Köln fusionierten.
Der Kölner Ballspiel-Club 1901 (kurz Kölner BC 01) wurde als Kölner BC 01 am 12. Juni 1901 von unzufriedenen Mitgliedern des im Mai 1899 entstandenen Fußball-Clubs Borussia Köln gegründet, die Vereinsfarben waren Rot und Schwarz. Der Klub wurde in seiner ersten Saison 1902/03 in die höchste Spielklasse, die Bezirksmeisterschaft Köln, eingeteilt, in der er den dritten Platz belegte. Seine Pflichtspiele bestritt er zu Beginn auf der Mülheimer Heide im Stadtteil Riehl und auf der Volkswiese im Stadtwald, ehe man 1904 den „Platz an der Vitalisstraße“ in Müngersdorf als neue Spielstätte auswählte. Der Spielort änderte sich jedoch immer wieder. Ab 1907 fand der Klub in Sülz, in der Nähe des heutigen Geißbockheims, einen dauerhaften Ort für die Heimspiele.
Sportlich erreichte der Verein in den ersten Jahren in der Bezirksmeisterschaft Köln, bzw. später des Rheinbezirks Süd, an der zwischen fünf und sieben Vereine teilnahmen, regelmäßig Plätze im Mittelfeld der Tabelle. Gegen die innerstädtische Konkurrenz vom Cölner FC 1899 sowie gegen den Bonner FV oder Alemannia Aachen hatte der Ballspiel-Club meistens das Nachsehen. Die beste Platzierung wurde bei der letzten Austragung der Bezirksliga 1908/09 erzielt, als er Zweiter wurde. Als der Westdeutsche Spiel-Verband zur Saison 1909/10 eine neue Verbandsliga gründete, in der die stärksten Klubs aus dem Westen Deutschlands antreten sollten, wurde auch der Kölner BC dort eingeteilt und erreichte den dritten Platz. In dieser „Zehnerliga“ maß er sich erstmals auch mit Vereinen außerhalb des Bezirks. Wichtige Stütze des Teams war der Abwehrspieler Robert Hense, der im Oktober 1910 auch zum ersten Spieler des Kölner BC wurde, der in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde.
Den ersten großen Erfolg der Vereinsgeschichte verzeichnete der Kölner BC im Jahr 1912. Als Meister der Verbandsliga war er für das Finale um die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Endspiel, zugleich das erste Duell mit Borussia Mönchengladbach (damals noch Borussia München-Gladbach), gewannen die Kölner mit 4:2. Dadurch nahm der Kölner BC zum einzigen Mal in seiner Geschichte an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil, bei der er jedoch im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Karlsruher FV chancenlos war und mit 1:8 unterlag. In der Saison darauf konnte der Titelverteidiger die Erwartungen in der Verbandsliga nicht erfüllen und wurde nur Achter. In der letzten Saison vor dem Ersten Weltkrieg wurde keine Verbandsliga mehr ausgetragen, stattdessen wurde der Kölner BC souverän Meister der Kreismeisterschaft Rheinischer Südkreis. Nach dem Krieg dominierte der KBC die lokale Konkurrenz in dieser Liga, die ab 1920 Gaumeisterschaft Rheinischer Südkreis hieß; er wurde zwischen 1919 und 1924 jeweils Kreis- bzw. Gaumeister. Teil der Mannschaft zu jener Zeit waren unter anderem Franz Bolg, der später einer der treibenden Kräfte bei der Fusion zum 1. FC Köln war, sowie Mittelfeldspieler Karl Flink, der im Juli 1922 zum zweiten deutschen Nationalspieler des KBC wurde und 1948 der erste Trainer des 1. FC Köln war. Außerdem trat Franz Kremer, späterer erster Präsident des 1. FC Köln, 1919 in den KBC ein. In der erfolgreichen Zeit auf lokaler Ebene wurde der Verein zudem zweimal Vizemeister der Westdeutschen Meisterschaft. In der Saison 1919/20 unterlag er im Endspiel VfTuR München-Gladbach mit 1:3 nach Verlängerung. Zwei Jahre später belegte der Klub hinter dem Duisburger SpV Platz 2.
In der Spielzeit 1921/22 gewann der Kölner BC das entscheidende Spiel um die Westdeutsche Meisterschaft gegen Arminia Bielefeld mit 2:1 und stand damit eigentlich als Westdeutscher Meister fest. Im Anschluss protestierte jedoch der Essener TB gegen die Wertung seines Spiels gegen Köln, das 2:2 endete. Grund war die angeblich fehlende Spielberechtigung von Kölns schottischem Verteidiger Gregor Smith. Dem Essener Protest wurde stattgegeben und ein Wiederholungsspiel angesetzt, zu dem die Kölner aus Protest nicht erschienen. Daraufhin wurden die Essener als Sieger des Spiels erklärt und Bielefeld wurde Meister. In der Saison 1922/23 kam es zum ersten Duell gegen den späteren Fusionspartner, die SpVgg Sülz 07. Nach den Erfolgen auf lokaler Ebene kam es 1925 zu einem Leistungseinbruch, der Serienmeister wurde ohne einen Sieg Letzter. Neue treibende Kräfte in der Stadt waren der VfR Köln 04 rrh. und die SpVgg Sülz 07, welche 1926 bzw. 1928 auch Westdeutsche Meister wurden. Der KBC hingegen konnte nicht mehr mithalten, wurde 1930/31 noch einmal Zweiter der Bezirksmeisterschaft Rheingruppe 1 und belegte ansonsten Plätze in der unteren Tabellenregion. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Umstellung des Ligensystems auf Gauligen spielte der Kölner Ballspiel-Club nur noch einmal in der höchsten Spielklasse, der Gauliga Mittelrhein, und wurde Zehnter. Diese Spielzeit war es auch, in der Hennes Weisweiler, späterer Meistertrainer des 1. FC Köln, mit 17 Jahren sein Debüt als Spieler beim Kölner BC feierte.
Während des Krieges wurde die Spielstätte des KBC größtenteils zerstört, der Verein lag nach Kriegsende sportlich und wirtschaftlich am Boden. Im Februar 1947 wurde Franz Kremer erster Vorsitzender des inzwischen nur noch drittklassigen Vereins. Anfangs wollte Kremer den Kölner BC wieder aufbauen; ein Jahr später wurde er jedoch zur wichtigsten Figur bei der Fusion mit der SpVgg Sülz 07 zum 1. FC Köln, die das Ende des Kölner Ballspiel-Clubs von 1901 bedeutete.