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Électricité de France

Börsennotierte staatlich dominierte französische Elektrizitätsgesellschaft

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Die Électricité de France SA (EDF) ist eine staatliche französische Elektrizitätsgesellschaft.

Die EDF wurde am 8. April 1946 gegründet (Gründungsmitglied u. a. Marcel Paul und Pierre Ailleret). Im November 2004 wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und 2005 in einer Teilprivatisierung an die Börse gebracht. Seit Juni 2023 befindet sich EDF wieder vollständig in Frankreichs Staatsbesitz. Zuvor hielt der französische Staat 84,8 % der Aktien, weitere 2,4 % waren Belegschaftsaktien; 13,1 % wurden gehandelt und befanden sich in Privatbesitz oder bei institutionellen Anlegern.

Bis zum Beginn der Liberalisierung des europäischen Energiemarktes verfügte EDF in Frankreich über ein Quasimonopol im Bereich des Stromhandels, nicht jedoch bei der elektrischen Energieerzeugung.

Die Tochtergesellschaft Réseau de Transport d’Electricité (RTE) betreibt das Energieübertragungsnetz des Unternehmens.

Zum Jahreswechsel 2017/18 übernahm EDF 75,5 % des Reaktorbaugeschäfts von Areva (heute: Orano), das seitdem wieder unter dem Namen Framatome firmiert. Restaktivitäten im Bereich des Reaktorbaus, wie beispielsweise der von Kostenüberschreitungen und Verzögerungen betroffene Bau des Reaktors EPR Olkiluoto III, verbleiben bei der Altgesellschaft Areva. Areva ist für die Abwicklungen verbleibender Altprojekte verantwortlich, welche nicht von Orano oder Framatome übernommen wurden.

Die Mitarbeiter der EDF gehören zu den Régimes spéciaux de retraite (Rentensystem für spezielle Berufsgruppen), die sehr vorteilhaft für sie sind: im Durchschnitt gehen sie mit 59 Jahren in Rente und beziehen 3592 Euro brutto (2018). Finanziert wird dies durch eine Sonderabgabe (La Contribution Tarifaire d’Acheminement) auf die Elektrizitätsrechnung in Höhe von 21,93 % auf den Betrag ohne Verbrauch, hauptsächlich auf die Grundgebühr.

Umsatz: 69,0 Mrd. Euro, −3,4 %

EBITDA: 16,2 Mrd. Euro, −2,7 %

Gewinn: 2,0 Mrd. Euro, −49,1 %

Dem Konzern zurechenbarer Reingewinn: 0,7 Mrd. Euro, −87,4 %

Verhältnis Schulden (netto)/EBITDA: 2,61

EDF hatte 2020 Schulden in Höhe von mehr als 41 Milliarden Euro. Als Staatskonzern erhöht dies die französische Staatsverschuldungsquote.

Weitere große finanzielle Belastungen stehen EDF bevor. Diese sind unter anderem:

Übernahme der Kraftwerksbausparte von Areva (2,5 Milliarden Euro)

beim EPR Flamanville 3: gestiegene Baukosten (von 3 auf 23,7 Milliarden Euro)

Instandhaltungskosten für die in Betrieb befindlichen Kernreaktoren (100 Mrd. Euro in den kommenden zehn Jahren)

Einnahmeverlust durch die geplante Reduzierung des Atomkraft-Anteils am Strommix in Höhe von 5,7 Milliarden Euro jährlich

Stark gestiegene Kosten der zwei im Bau befindlichen EPR-Reaktoren (Hinkley Point C): Im Februar 2024 verbuchte EDF 12,9 Milliarden Euro an Wertberichtigungen, hauptsächlich wegen dieser Reaktoren.

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